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Illustration eines schonend gesetzten Implantats

Möglichst minimal-invasiv implantieren

Aktuelle Entwicklungen in der dentalen Implantologie verfolgen ein klares Ziel: die Implantatinsertion so schonend wie möglich zu gestalten und gleichzeitig eine sichere Einheilung zu gewährleisten.

Mit durchmesser- und längenreduzierten Implantaten können wir auch bei geringerem Knochenangebot – etwa im höheren Alter – häufig auf einen zusätzlichen Knochenaufbau verzichten. Die insgesamt kleineren Implantate schonen vitale Strukturen wie Nerven und finden auch in schmaleren Kieferbereichen sicheren Halt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aktuelle Entwicklungen in der Implantologie zielen auf eine möglichst schonende Implantatinsertion bei sicherer Einheilung.
  • Durchmesser- und längenreduzierte Implantate ermöglichen häufig auch bei geringerem Knochenangebot den Verzicht auf einen zusätzlichen Knochenaufbau.
  • Die kleineren Implantate schonen vitale Strukturen wie Nerven.
  • Auch in schmaleren Kieferbereichen finden die reduzierten Implantate einen sicheren Halt.

Ältere Menschen haben häufig einen dünnen Kieferknochen. Für eine konventionelle Implantattherapie muss bei diesen Patienten in vielen Fällen Knochen neu aufgebaut werden, da die Kiefer zu stark resorbiert sind. Mit den neuen, durchmesserreduzierten und trotzdem stabilen Implantaten können wir unseren Patienten auch bei geringem Knochenangebot einen festsitzenden Zahnersatz anbieten. Mit den neuen, durchmesserreduzierten Implantaten können wir knochenaufbauende Maßnahmen oft vermeiden. Die insgesamt kleineren Implantate schonen vitale Strukturen und finden auch in schmaleren Kieferbereichen sicheren Halt.

Knochenrückgang nach längerer Zahnlosigkeit setzt anatomische Grenzen. Der Einsatz von klassischen Implantatlängen wird im Unterkiefer durch den Unterkiefernerv und im Oberkiefer durch die Kieferhöhle begrenzt. Bei einem ausgeprägten Knochendefizit mussten wir bisher in einem weiteren chirurgischen Eingriff und einer anschließenden, mehrwöchigen Einheilzeit neues Knochenvolumen aufbauen, um ein erfolgversprechendes Implantatlager zu schaffen. Jetzt können wir auch ohne diesen Knochenaufbau mit kürzeren, speziell geformten Implantaten eine Implantatlösung anbieten. Die Wuzeln der Nachbarzähne, der Unterkiefernerv und anatomische Strukturen werden geschont, da für das Setzen der kürzeren Implantate weniger tief in den Knochen gebohrt werden muss.